Hinweis: Diese Seite verwendet Cookies

Weitere Informationen

Akzeptieren

Was sind Cookies?

Unsere Webseite verwendet Cookies. Bei Cookies handelt es sich um Textdateien, die im Internetbrowser bzw. vom Internetbrowser auf dem Computersystem des Nutzers gespeichert werden. Ruft ein Nutzer eine Website auf, so kann ein Cookie auf dem Betriebssystem des Nutzers gespeichert werden. Dieser Cookie enthält eine charakteristische Zeichenfolge, die eine eindeutige Identifizierung des Browsers beim erneuten Aufrufen der Website ermöglicht.Unsere Webseite verwendet Cookies. Bei Cookies handelt es sich um Textdateien, die im Internetbrowser bzw. vom Internetbrowser auf dem Computersystem des Nutzers gespeichert werden. Ruft ein Nutzer eine Website auf, so kann ein Cookie auf dem Betriebssystem des Nutzers gespeichert werden. Dieser Cookie enthält eine charakteristische Zeichenfolge, die eine eindeutige Identifizierung des Browsers beim erneuten Aufrufen der Website ermöglicht.
Wir setzen Cookies ein, um unsere Website nutzerfreundlicher zu gestalten. Einige Elemente unserer Internetseite erfordern es, dass der aufrufende Browser auch nach einem Seitenwechsel identifiziert werden kann.
Wir verwenden auf unserer Website darüber hinaus Cookies, die eine Analyse des Surfverhaltens der Nutzer ermöglichen.

Cookies werden auf dem Rechner des Nutzers gespeichert und von diesem an unserer Seite übermittelt. Daher haben Sie als Nutzer auch die volle Kontrolle über die Verwendung von Cookies. Durch eine Änderung der Einstellungen in Ihrem Internetbrowser können Sie die Übertragung von Cookies deaktivieren oder einschränken. Bereits gespeicherte Cookies können jederzeit gelöscht werden. Dies kann auch automatisiert erfolgen. Werden Cookies für unsere Website deaktiviert, können möglicherweise nicht mehr alle Funktionen der Website vollumfänglich genutzt werden.

Ausführliche Informationen finden Sie in der Datenschutzerklärung.

 

header950i.jpg

Qualifikation für Immobilienverwalter

Ziel und Ergebnis des gescheiterten Sachkundenachweises für WEG-Verwalter

Im Koalitionsvertrag zur 18. Legislaturperiode hatten CDU/CSU und SPD vereinbart1, bei Wohnungsverwaltern einen Sachkundennachweis einzuführen (um Standards aus anderen Berufen auch auf das „Maklergewerbe“ zu übertragen). „Wir werden berufliche Mindestanforderungen und Pflichtversicherungen für Wohnungsverwalter .. verankern“, so das Gebrüll des als Löwe gestarteten Gesetzgebers. Übrig geblieben ist eine gesetzliche Regelung, die bestenfalls die Bezeichnung Bettvorleger verdient: Für Immobilienverwalter (WEG-Verwalter und Miet- bzw. Wohnungsverwalter) werden eine Erlaubnispflicht (in § 34c Gewerbeordnung) und eine Fortbildungspflicht eingeführt. Zusätzlich müssen Wohnimobilienverwalter künftig über eine Berufshaftpflichtversicherung verfügen. Das ergibt sich aus dem „Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter“, das am 1.8.2018 in Kraft tritt, nachdem es am 23.10.2017 im Bundesgesetzblatt verkündet wurde.

Vom Sachkundenachweis2 ist also im Gesetz nichts übrig geblieben. Dieser wäre aber dringend notwendig, um die notwendige Qualität angesichts der wirtschaftlichen Werte, die von Immbolienverwaltern betreut werden, zu gewährleisten. Wohnimmobilienverwalter müssen künftig nur noch regelmäßige Weiterbildungen nachweisen, und zwar 20 Stunden innerhalb von drei Jahren. Einzelheiten soll eine noch zu erlassende Rechtsverordnung regeln.

Gründe für das Scheitern des Sachkundenachweises für WEG-Verwalter

Wesentliche Gründe für das Scheitern der vorgeschlagenen Regelung waren verfassungsrechtliche Bedenken einerseits und der allgemeine Hinweis, dass kein hinreichender Grund erkennbar sei, warum der Nachweis einer Sachkundeprüfung verpflichtend eingeführt werden sollte.3

Die wirtschaftliche Bedeutung der Immobilienverwalter

Martin Kaßler (Dachverband Deutscher Immobilienverwalter) hatte in der Anhörung zum Gesetzesentwurf erfolglos darauf hingewiesen, dass sich allein für den Bereich der Wohnungseigentümergemeinschaften ein fremdverwaltetes Immobilienvermögen von rund 640 Milliarden Euro ergebe. Hinzu kämen fremdverwaltete Mietobjekte mit einem Wert von über 250 Milliarden Euro. Und außerdem seien die verwalteten Instandhaltungsrücklagen, Kautionen und Hausgelder (in ähnlicher Größenordnung) zu berücksichtigen.4

Ergebnis der verfehlten Regelung zum Sachkundenachweis

Die Erlaubnispflicht und die Fortbildungspflicht für WEG-Verwalter zeigen zwar in die richtige Richtung. Damit allein kann man u. E. aber der wirtschaftlichen Bedeutung von Immobilieneigentum nicht gerecht werden. Die Erlaubnispflicht ist eine nur geringe Hürde und die Fortbildungspflicht (20 Stunden innerhalb von drei Jahren) ist ungeeignet, eine ausreichende Qualifikation für die Verwaltung von Immobilien nachzuweisen.

Immerhin wird man künftig davon ausgehen dürfen, dass sich Wohnungseigentümergemeinschaften vor der Verwalterbestellung jedenfalls die Zulassung vorlegen lassen. Die Bestellung eines Verwalters ohne Zulassung dürfte im Übrigen künftig Grundsätzen ordnungsmäßiger Verwaltung widersprechen. Der Beschluss über die Bestellung eines nicht zugelassenen WEG-Verwalters wird mithin auf Anfechtung aufgehoben werden.

Optimisten glauben, dass die Neuregelung (Entstehungszeitraum knapp vier Jahre!) jedenfalls dafür gesorgt habe, dass private Vermieter und Wohnungseigentümergemeinschaften aus Sicht des Gesetzgebers schutzwürdig sind. Dass dieser richtige Gedanke nicht konsequent umgesetzt wurde, ist für uns vor allem ein Hinweis auf die Qualität des Gesetzgebers.

KSG setzt weiterhin auf Qualität bei der Immobilienverwaltung

Für uns bleibt alles beim Alten: Unsere Mitarbeiter verfügen über eine einschlägige Fachausbildung, sie bilden sich regelmäßig weiter. Die Geschäftsleitung stellt sicher, dass das auch in Zukunft so bleibt. In einem Wirtschaftszweige, in dem enorme Vermögen vorhanden sind und dessen Komplexität ständig steigt, gibt es auch keinen anderen Weg, um kompetent als Dienstleister – sei es als Miet- oder WEG-Verwalter – tätig zu sein. Eine ausreichende Berufshaftpflichtversicherung haben wir bereits bei Beginn unserer Tätigkeit als Verwalter von Immobilien vor mehr als 60 Jahren abgeschlossen. Wir werden mithin von den neuen Regelungen für Immobilienverwalter - abgesehen von dem damit verbundenem bürokratischem Aufwand - nicht beeinträchtigt. Wir halten die Neuregelungen jedoch für unzureichend.

Fußnoten:

1) https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2013/2013-12-17-koalitionsvertrag.pdf?__blob=publicationFile, Vgl. S. 115/116

2) Immobilienmakler sollen künftig ihre Sachkunde nachweisen, vgl: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw13-pa-wirtschaft/498124

3) a.a.O.

4) a.a.O.

alle Links abgerufen am 03.11.2017